






"Der Blick, der in geistigen Dingen immer mehr auf die Betrachtung eines zeitlichen Geschehens gedrängt wird, weiß mit den starren, reduzierten zeitlosen Formeln der Malerei nichts mehr anzufangen." aus dem Aufsatz "Malerei mit Zeit" von Walter Ruttmann, um 1919 Im Berliner Marmorhaus wird im Rahmen der Matinée "Der absolute Film" erstmals eine Zusammenstellung abstakter Filme einer größeren Öffentlichkeit vorgeführt. Das Programm enthält neben deutschen Produktionen von Walter Ruttmann, Hans Richter und Viking Eggeling auch französische Filme von Fernand Léger, René Clair und Francis Picabia. Ihre Filme, die von allem Gegenständlichen befreit sind, definieren sich über das rhythmische Spiel der Farben und Formen, sind also weniger dem Medium Film verhaftet als vielmehr der Malerei, als deren zeitgerechte Weiterentwicklung sie sich begreifen.
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