6. Jahrgang
www.35millimeter.de

Recherche


[Suchtipps]   [Neu: Such-PlugIn für Firefox]

Optionen

Filme im Originaltitel anzeigen

Thema

Internationalisierung der britischen Filmindustrie

In den sechziger Jahren erlebt der englische Film eine starke Internationalisierung: So arbeiten etliche namhafte internationale Regisseure zumindest zeitweilig in England, etwa Stanley Kubrick, Fred Zinnemann, Billy Wilder, Sidney Lumet, Michelangelo Antonioni, Francois Truffaut und Roman Polanski. Zudem fließen große Summen amerikanischen Geldes in britische Filmprojekte, zeitweilig beläuft sich der Anteil amerikanischen Kapitals am gesamten Produktionsvermögen auf mehr als fünfzig Prozent. Für die amerikanischen Produzenten erweist sich die Investition als gutes Geschäft: Sie profitieren nicht nur von den geringeren Produktionskosten in England sondern auch von deren inländischen Förderungen. Dennoch ist die Partnerschaft mit den USA nicht nur von einseitigem Interesse: Viele englische Regisseure, etwa John Schlesinger, John Boorman, Karel Reisz und Peter Yates, lassen sich von amerikanischen Produktionsfirmen unter Vertrag nehmen und drehen ihre Filme fortan zumindest zum Teil in den USA. Trotz der starken internationalen Einbindung der englischen Filmindustrie und der vielen bemerkenswerten Produktionen, die in diesen Jahren in England entstehen, ist der inländische Film wirtschaftlich, vor allem aber künstlerisch schwach.

[Neu: Zitieren] [Versenden] [Drucken]

Stand: September 2010