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London Film-Makers' Coop

Um die Mitte der sechziger Jahre entsteht besonders in London eine zunehmende Aktivität im Bereich des Experimentalfilms, nicht zuletzt durch das amerikanische Vorbild des Off-Hollywood-Kinos der New American Cinema Group. 1966 entsteht die London Film-Makers' Coop (LFMC) nach dem Vorbild jenes von Künstlern geleiteten Vertriebszentrums gegründet, das Jonas Mekas und die New American Cinema Group in New York darstellen. Anders jedoch als diese fasst das LFMC die drei Felder Produktion, Vertrieb und Vorführung in einer einzigen Institution zusammen und entwickelt sich zu einem lebendigen Zentrum für Produktion, Präsentation und Diskussion von Experimentalfilmen. Diese entstehen mit minimalem Budget, gespeist vor allem aus den geringen Mitteln des Experimentalfilm-Fonds des British Film Institute in den heruntergekommenen Gebäuden der neuen Institution; in der Radikalität der Filme spiegeln sich die äußerst beschränkten Produktionsbedingungen. Signifikante Innovationen weisen die Filme im Bereich des Expanded Cinema auf, einem Präsentationsformat, bei dem sich mehrere Filmprojektoren, die eine Mehrfachprojektion erzeugen, oft im selben Raum wie das Publikum befinden, wodurch dieses in das Ereignis unmittelbar einbezogen wird. Verschiedene Schlüsselfiguren der LFMC, etwa Stephen Dwoskin, Peter Gidal, Malcolm LeGrice, John Smith und Chris Welsby werden bald über die britische Insel hinaus Beachtung finden.

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Stand: September 2010