


| Originaltitel | Letyat zhuravli |
| Premiere | 1957 |
| Produktionsland | UdSSR |
| Sprache | Russisch |
| Regie | Mikheil Kalatozishvili |
| Buch | Viktor Rozov |
| Produktion | Mikheil Kalatozishvili |
| Kamera | Sergei Urusevsky |
| Schnitt | Mariya Timofeyeva |
| Besetzung | Tatyana Samojlova Aleksei Batalov Vasili Merkuryev Aleksandr Shvorin Svetlana Kharitonova u.a. |
| Musik | Moisej Vajnberg |
| Produktionsfirmen | Ministerstvo Kinematografii |
| Länge | 97 min |
| Farbverfahren | Schwarzweiß |
| Tonverfahren | Mono |
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Die Erneuerung des sowjetischen Films nach der Ära Stalin wird insbesondere von einem Regisseur getragen: Michail Kalatosow. Sein 1957 gedrehter Film Wenn die Kraniche ziehen stellt bislang nicht gesehene expressive Einstellungen vor, die Kalatosow durch dynamische Kamerafahrten und Montagen zu rhythmisieren weiss. Gegenstand des Films ist eine Liebesgeschichte jenseits dessen, was unter Stalin an heroischer Legendenbildung eifrig geschaffen wurde: Kurz bevor der zweite Weltkrieg über die UdSSR hereinbricht, verlieben sich Veronika und Boris ineinander. Als der Krieg ruft, meldet sich Boris freiwillig an die Front. In der langen Zeit des Wartens und der Ungewissheit heiratet Veronika ohne rechte Motivation Boris’ Bruder, doch es gelingt ihr nicht Boris hinter sich zu lassen. Als die Soldaten am Ende des Films ohne Boris heimkehren und eine Rede auf ihre Tapferkeit gehalten wird, tritt Kalatosows Kritik am deutlichsten hervor: In Veronikas individuellem Schicksal spiegelt sich die Sinnlosigkeit des Krieges, die man durch ideologische Verklärung zu verleugnen sucht. Etwas befremdlich jedoch erscheint die positive Wendung in der letzten Einstellung des Films: Veronika fasst, das suggeriert Kalatosow, neuen Lebensmut und verteilt Blumen an die Heimkehrenden.
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