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Erneuerung des sowjetischen Films

Die sowjetische Filmproduktion geht 1952 auf die unglaubliche Zahl von fünf Filmen im Jahr zurück. Hierin zeigt sich, wie sehr die staatliche Bürokratisierung und Kontrolle die Filmproduktion bis zum beinahen Stillstand lähmt. Erst nach Stalins Tod 1953 bemüht man sich, diese Zustände durch Reformen zu beseitigen. Ein neues Kulturministerium wird eingerichtet, dem der Film unterstellt wird. Den Studios wird ein höheres Maß an Autarkie gewährt, die Zensur wird gelockert. Bereits 1958 kann der sowjetische Film wieder eine Produktion von hundert Filmen jährlich vorweisen. Trotz allem können diese Umwälzungen kaum die künstlerische Bedeutung des sowjetischen Films wiederherstellen. Dass diese nämlich völlig versiegt ist, stellte man sogar während der Lebzeit Stalins schon hier und da öffentlich fest. In einem Artikel der Zeitschrift Sowjetskoje Iskusstwo von 1951 etwa heißt es: "An Stelle der Menschen sieht der Zuschauer oft nur schematische Figuren auf der Leinwand, ohne inneres Leben." Erst in der zweiten Hälfte der fünfziger Jahre wird eine Überwindung des Schematismus und mit ihm eine Erneuerung des sowjetischen Films stattfinden.

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Stand: März 2010